Erscheinungsbild

Der Cane Corso ist ein mittelgrosser Hund, robust, kräftig gebaut und dennoch elegant. Seine klaren Umrisslinien stellen seine mächtigen Muskeln plastisch dar.

Er hat einen breiten, typisch molossoiden Kopf und einen kräftig bemuskelten Hals, der gleich lang ist wie der Kopf.

Beim Cane Corso ist ein leichter Vorbiss (0.5 cm) erwünscht. Zangengebiss ist zulässig aber nicht erwünscht.

Das Haar ist kurz, glänzend, sehr dicht, mit dünner Unterwolle. Erlaubte Farben sind schwarz, blei-, schiefer- und hellgrau, hell - und dunkel falbfarben, hirschrot und gestromt. Falbfarbene und gestromte Hunde haben eine schwarze oder graue Maske, die sich auf den Fang beschränkt. Kleine weisse Flecken an der Brust, an der Spitze der Pfoten und auf dem Nasenrücken sind erlaubt.

Der Rüde kann eine Widerristhöhe von 64 bis 68 cm bei einem Gewicht von 45 bis 50 kg erreichen.

Die Hündin erreicht eine Widerristhöhe von 60 bis 64 cm bei einem Gewicht von 40 bis 45 kg. In der Höhe ist bei beiden eine Toleranz von +/- 2 cm erlaubt.

Die Rute ist ziemlich hoch angesetzt und an der Wurzel sehr dick. In der Bewegung wird sie hoch getragen, aber niemals aufrecht oder geringelt.

Die Ohren sind dreieckig hängend mit einem breiten Ansatz hoch oberhalb des Jochbogens.

Im Ursprungsland Italien werden die Ohren in Form eines gleichseitigen Dreiecks, und die Rute auf Höhe des vierten Schwanzwirbels, kupiert. In der Schweiz sowie in anderen europäischen Ländern ist das Kupieren verboten.

 

Charakter / Wesen

Obwohl der Cane Corso in moderner Zeit vermehrt in Städten anzutreffen ist, hat er seine ursprünglichen Eigenschaften nie ganz abgelegt. Die Neugier, die er für alles entwickelt, sein optimaler Geruchssinn der dazu führt, dass er immer seine Nase am Boden hat, sowie seine unbestechliche Wachsamkeit gehören zu seinen Stärken.

Der Cane Corso ist ein fügsamer, psychisch ausgeglichener Hund. Seine absolute Ergebenheit gegenüber seinem Meister und seine Vielseitigkeit, sich an verschiedene Aufgaben anzupassen, ist der Grund für den Erfolg und die Verbreitung der Rasse.

Der Cane Corso ist ein anpassungsfähiger Hund, der bei früher liebevoller aber konsequenter Führung leicht erziehbar ist. Er ist ein selbständiger und intelligenter Hund mit einem starken Charakter und somit kein Hund für Anfänger.

Fremden gegenüber ist er zurückhaltend jedoch ohne je aggressiv zu sein. Seiner Familie gegenüber ist er sehr fügsam. Trotz seiner körperlichen Kraft ist er mit Kindern sanft und sehr tolerant. Der Cane Corso ist ein temperamentvoller Hund der keine übertriebene, sondern offensichtliche, massvolle und konstante Zuwendung und Ehrlichkeit mag. Er erwidert dies mit eben solcher Intensität und Ergebenheit. Er ist ein Hund der mit und für seinen Meister lebt.

Eine frühzeitige und intensive Sozialisierung ist beim Cane Corso besonders wichtig. Zu beachten ist, dass er durch seine unbestechliche Wachsamkeit heute noch Haus und Garten bewacht, das bedeutet, dass kein fremdes Tier oder fremder Mensch einfach so sein Revier betreten kann. Es ist deshalb eine ausbruchsichere Einzäunung zu empfehlen, da der Cane Corso ohne weiteres vom Stand aus 2 m hoch springen kann.

 

Aktivitäten mit dem CANE CORSO

Durch seinen jahrhunderte langen Einsatz als Helfer ist der Cane Corso ein Arbeitshund geblieben. Als agiler Hund eignet er sich für Hundesportarten wie: Begleithund, Obedience, bei guter Kondition auch für Sanitätshund. Für Agility eignet er sich wegen seiner Körpergrösse und seinem Gewicht nicht besonders. Was nicht heisst, dass man ihn nicht für Mobility oder Militarys begeistern könnte. Seine Neugier und sein ausgezeichneter Geruchsinn machen aus ihm einen hervorragenden Fährtenhund. Dass die Schnauze des Cane Corso meistens am Boden klebt ist kein seltenes Bild.

Der Cane Corso ist ein toller Reitbegleiter und läuft auch am Fahrrad. Auch als Zughund eignet er sich bestens. Ein ausgewachsener Cane Corso kann bis zum Zehnfachen seines eigenen Körpergewichtes ziehen. Natürlich muss man den ausgewachsenen Hund schrittweise an diese Arbeit gewöhnen.

Es ist davon abzuraten mit einem Cane Corso im Bereich VSP und IPO zu arbeiten. Er besitzt bereits schon einen starken Schutztrieb, der nicht noch gefördert werden sollte. An der 1.Tagung der S.A.C.C. am 16./17.Juni 1990 in Civitella Alfedana, äusserte sich der Vize Präsident schon damals gegen eine Schutzhundeausbildung mit einem Cane Corso.

Fazit: Ein beschäftigter Cane Corso ist ein ausgeglichener und zufriedener Hund. Es liegt in seinem Wesen, zu arbeiten. Er will beschäftigt werden und braucht eine Aufgabe in seinem Leben.

 

 
  • Adonia della Casa
  • geb. 18.03.2014